Verständlich erklärt, ohne Fachchinesisch. Wenn eine Antwort deine konkrete Frage nicht trifft — schreib mir direkt.
Als grobe Faustregel solltest du die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch, ggf. Maklercourtage) aus Eigenkapital zahlen können — das sind je nach Bundesland grob 10–15 % des Kaufpreises. Für gute Zinskonditionen empfehlen sich darüber hinaus insgesamt 20–30 % Eigenkapital. Es geht auch mit weniger, dann meist zu schlechteren Konditionen.
Typischerweise Einkommensnachweise (Gehaltsabrechnungen oder bei Selbstständigen Steuerbescheide), Kontoauszüge, eine Aufstellung bestehender Verbindlichkeiten sowie den Kaufvertragsentwurf oder das Exposé der Immobilie.
Löst du deine Finanzierung während der laufenden Zinsbindung vorzeitig ab, kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen — ein Ausgleich für entgangene Zinsen. Ob und in welcher Höhe das anfällt, prüfe ich vorab mit dir.
Ein ausreichendes Gehalt allein reicht selten. Banken prüfen zusätzlich Schufa-Score, bestehende Kredite und laufende Ratenzahlungen, die Art der Beschäftigung und den Beleihungswert der Immobilie. Häufigster Ablehnungsgrund ist eine zu hohe bereits bestehende Kreditbelastung oder ein Objekt, das die Bank niedriger bewertet als der Kaufpreis.
Die Schufa hat ihre Berechnungsgrundlagen in den letzten Jahren mehrfach angepasst, unter anderem bei der Gewichtung von Handyverträgen und kurzfristigen Krediten. Es lohnt sich, deine eigene Schufa-Auskunft vor der Finanzierungsanfrage selbst einzusehen, um Fehler oder überraschende Einträge frühzeitig zu klären.
Ja, potenziell. Laufende Ratenzahlungen bei Buy-Now-Pay-Later-Diensten wie Klarna zählen für Banken als bestehende Verbindlichkeiten und fließen in die Haushaltsrechnung ein. Mehrere offene Kleinstraten können die maximale Kreditsumme spürbar senken, auch wenn jede einzelne Rate klein erscheint.
Nach Ablauf der Zinsbindung wird die Restschuld zum dann aktuellen Marktzins weiterfinanziert. Ist der Zins inzwischen gestiegen, kann die monatliche Rate deutlich steigen. Es lohnt sich, 2–3 Jahre vor Ablauf der Zinsbindung eine Anschlussfinanzierung oder ein Forward-Darlehen zu prüfen, um dir einen Zinssatz frühzeitig zu sichern.
Die KfW bietet unter anderem zinsgünstige Kredite für energieeffizienten Neubau und für selbstgenutztes Wohneigentum von Familien mit Kindern. Konditionen, Einkommensgrenzen und Fördersummen ändern sich regelmäßig — ich prüfe im Beratungsgespräch, welches Programm aktuell für deine Situation infrage kommt.
Grundsätzlich ja, allerdings meist nur bei sehr guter Bonität und sicherem Einkommen — und in der Regel mit einem Zinsaufschlag, weil die Bank ein höheres Risiko trägt. Ich rechne dir im Erstgespräch durch, ob das in deinem Fall sinnvoll ist.
Banken verlangen bei Selbstständigen in der Regel die letzten 2–3 Jahresabschlüsse bzw. Einkommenssteuerbescheide statt einer einzelnen Gehaltsabrechnung. Schwankende Einkünfte werden meist über einen Durchschnitt der letzten Jahre bewertet. Das dauert etwas länger, ist aber kein grundsätzliches Ausschlusskriterium.
In Bremen liegt die Grunderwerbsteuer seit Juli 2025 bei 5,5 %, dazu kommen Notar- und Grundbuchkosten von etwa 1,5–2 % sowie gegebenenfalls eine Maklercourtage. Insgesamt solltest du mit Kaufnebenkosten von grob 8,5–12,5 % des Kaufpreises rechnen — zusätzlich zum Kaufpreis, aus Eigenkapital.
Nach der Besichtigung folgt bei Interesse die Finanzierungsklärung bzw. -bestätigung, dann die Reservierung, die Prüfung des Kaufvertragsentwurfs und der Notartermin zur Beurkundung, gefolgt von der Grundbucheintragung. Zwischen Reservierung und Notartermin liegen üblicherweise mehrere Wochen.
Ich sehe mir Lage, Zustand, Energieausweis, Grundbuchauszug und eine realistische Marktpreis-Einschätzung an, bevor ein Objekt öffentlich inseriert wird. Das verhindert, dass eine Immobilie am Markt zu lange "hängt", weil der Preis von Anfang an unrealistisch angesetzt war.
Ja — etwa bei einer Erbschaft, Scheidung, für die eigene Finanzplanung oder um bei einer Anschlussfinanzierung realistisch zu wissen, wie viel Eigenkapital aus der Immobilie zur Verfügung steht. Eine erste Einschätzung ist unverbindlich und kostet nichts.
Seit Ende 2020 gilt gesetzlich (§ 656c BGB): Bei einer Doppelbeauftragung teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision hälftig. Der Käufer darf erst zahlen, nachdem der Verkäufer seinen Anteil nachweislich beglichen hat.
Nur unter bestimmten Voraussetzungen. Hast du die Immobilie im Verkaufsjahr und den zwei vorangegangenen Jahren selbst bewohnt, entfällt die Spekulationssteuer. Sonst kann sie greifen, wenn zwischen Kauf und Verkauf weniger als zehn Jahre liegen.
Seit einigen Jahren ist der Energieausweis beim Verkauf und bei der Vermietung Pflicht und muss potenziellen Käufern spätestens bei der Besichtigung vorgelegt werden. Er beeinflusst zunehmend auch die Finanzierungskonditionen, da manche Banken energieeffiziente Immobilien günstiger finanzieren.
Zwingend vorgeschrieben ist sie meist nicht, aber sinnvoll: Fällt eine finanzierende Person durch Tod aus, muss die verbleibende Familie die Restschuld weiter bedienen können. Eine Risikolebensversicherung in Höhe der Darlehenssumme kann das absichern. Ob und in welcher Höhe das für dich passt, hängt von deiner familiären und finanziellen Situation ab.
Eine Restschuldversicherung übernimmt die Ratenzahlung bei Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder Tod, meist zeitlich begrenzt. Sie ist in der Regel deutlich teurer als eine separate Risikolebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung mit vergleichbarer Absicherung. Es lohnt sich, beide Varianten gegenüberzustellen, bevor du dich entscheidest.
Eine Wohngebäudeversicherung deckt Schäden am Gebäude selbst ab, klassischerweise durch Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel. Elementarschäden wie Starkregen oder Überschwemmung sind oft nur mit Zusatzbaustein versichert — angesichts zunehmender Starkregenereignisse in vielen Regionen lohnt sich diese Prüfung ausdrücklich.
Das ist gesetzlich vorgeschrieben (§7c VVG): Bei bestimmten Versicherungsprodukten mit Anlagecharakter muss dir schriftlich dokumentiert werden, warum ein empfohlenes Produkt zu deiner Situation passt. Das dient deinem Schutz als Kunde und schafft Nachvollziehbarkeit der Empfehlung.
Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung. Für eine auf deine Situation zugeschnittene Einschätzung buch dir gern ein Gespräch.
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